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Aktuelle Fördermöglichkeiten

Wer sich heute für eine Wärmepumpe entscheidet, kauft eines der zukunftssichersten und umweltfreundlichsten Heizungssysteme. Der Staat belohnt deshalb den Austausch eines bestehenden fossilen Heizungssystems auf eine effiziente Wärmepumpe mit noch besseren Konditionen über das Marktanreizprogramm.

Änderungen beim Marktanreizprogramm ab 01.01.2018 - Abschaffung der nachträglichen Antragstellung in der Basisförderung

Am Dienstag, den 15.08.2017, hat das Bundeswirtschaftsministerium bekannt gegeben, dass es zum Jahreswechsel eine wichtige Änderung bezüglich der Antragsverfahren für die BAFA-Förderung nach dem Marktanreizprogramm (MAP) geben wird:

Die nachträgliche Antragstellung für nicht-gewerbliche Antragsteller in der Basisförderung wird zum Jahresende abgeschafft! Ab 2018 gilt damit generell das zweistufige Antragsverfahren für alle Anlagen, die 2018 in Betrieb gehen.

Dieses sog. einstufige Antragsverfahren, von dem vor allem Privatpersonen profitieren, wird ab dem 01.01.2018 durch das sogenannte zweistufige Antragsverfahren, das im Bereich Innovationsförderung schon standardmäßig angewandt wird, abgelöst. Für alle Antragsteller und alle Förderoptionen innerhalb des MAP wird damit ab dem kommenden Jahr ein einheitliches Antragsverfahren gelten.

Hintergrund dieser Änderung ist, dass das Ministerium im Rahmen einer Förderstrategie plant, die gesamte Förderlandschaft zu verbessern und zu vereinfachen. Dies beinhaltet u.a. auch eine Vereinheitlichung der Antragsverfahren.

Was genau beinhaltet die Neuregelung?

Für alle Anlagen, die bis zum 31.12.2017 in Betrieb genommen werden, darf noch nach dem alten Verfahren eine Förderung beantragt werden - also im Anschluss an die Inbetriebnahme. Die Neunmonatsfrist ist weiterhin einzuhalten. Das einstufige Antragsverfahren läuft damit am 30.09.2018 vollständig aus.

Alle Anlagen, die ab dem 01.01.2018 in Betrieb genommen werden, unterliegen dem zweistufigen Antragsverfahren. Für sie muss also ausnahmslos vor der Auftragsvergabe der Förderantrag gestellt werden (analog zur Innovationsförderung)!

Gilt das neue Verfahren auch für Anlagen, die schon 2017 beauftragt wurden?

Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Wird eine Anlage nach dem Jahreswechsel in Betrieb genommen, hätte der Antrag vor Auftragsvergabe gestellt werden müssen - auch, wenn diese vor dem Jahreswechsel stattgefunden hat.

Was passiert, wenn der Kunde eine Anlage 2017 beauftragt hat und von den geänderten Bedingungen nichts wusste?

Auch hier ist das Datum der Inbetriebnahme maßgeblich: Erfolgt diese noch im Jahr 2017, hat der Kunde wie gewohnt 9 Monate Zeit für die Antragstellung. Bei Inbetriebnahme ab 2018 entfällt die Förderung jedoch, wenn der Förderantrag nicht vor Auftragsvergabe erstellt wurde.

Projekte, bei denen vor Auftragsvergabe kein Förderantrag gestellt wurde, müssen also unbedingt bis 31.12.2017 in Betrieb genommen werden, um die Förderfähigkeit nicht zu verlieren!

Wie gehe ich vor, wenn ich eine Inbetriebnahme vor dem Jahreswechsel nicht garantieren kann?

In diesem Fall sollte der Antrag in jedem Fall vor der Auftragsvergabe gestellt werden, um auf Nummer sicher zu gehen bzw. nicht zum Jahresende unter Zeitdruck zu geraten.

Ab wann darf ein Auftrag dann erteilt werden?

Ab dem Erhalt der Eingangsbestätigung darf der Auftrag ohne Risiko für die Förderung erteilt werden. Der Zuwendungsbescheid muss nicht abgewartet werden. Bei Auftragsvergabe vor Erhalt des Zuwendungsbescheides besteht jedoch prinzipiell das Risiko einer Ablehnung (z.B. aus technischen Gründen). Dies sollte in jedem Fall vorab kommuniziert werden. Kunden, die die Entscheidung für eine Wärmepumpen-Anlage daher vom Erhalt der Förderung abhängig machen, sollten möglichst bis zum Erhalt des Zuwendungsbescheides mit der Auftragsvergabe warten.

Was ist mit Erdwärme-Bohrungen?

Der Zeitpunkt der Beauftragung, Durchführung oder Fertigstellung einer Erdwärme-Bohrung bleibt unerheblich - wie es bereits in der Innovationsförderung gängige Praxis ist. Wichtig ist, dass zum Zeitpunkt der Bohrung die Qualitätsanforderungen (Zertifizierung, Versicherung) erfüllt sind und dieses nachgewiesen werden kann.

Welche Formulare muss man künftig verwenden?

Das BAFA muss die Neuregelung noch umsetzen. Ob und inwiefern dies Änderungen an den Antragsunterlagen beinhaltet, ist noch unklar. Das BAFA prüft derzeit noch die notwendigen Schritte. Sobald die Informationen verfügbar sind, informieren wir natürlich.

Gibt es weitere Änderungen?

Nein, alle anderen Regelungen bleiben unverändert. Bei technischen Anforderungen, Fördersätzen etc. bleibt alles beim Alten.

Seit dem 1. April 2015 gelten neue Förderbedingungen:

Neu sind vor allem die Innovationsförderung, die auch für Neubau und Prozesswärme gilt sowie die Bezuschussung von Optimierungsmaßnahmen. Daneben wurden einige Boni (Lastmanagement, Kombinationen) weiterentwickelt und Fördersätze aufgestockt.

Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach den Nennwärmeleistungen der Wärmepumpen und ist in einer Förderrichtlinie (Stand 01. April 2015) festgelegt, die vom zuständigen Bundeswirtschaftsministerium erlassen wurden.

 

Förderhöhe

Mindestförderbetrag

Sole/Wasser-WP (mit Erdsonde)

100 EUR / kW

4.500 EUR

Wasser/Wasser- und sonstige Sole/Wasser-WP

100 EUR / kW

4.000 EUR

Luft/Wasser-WP (leistungsgeregelt* bzw. monovalent)

40 EUR / kW

1.500 EUR

Luft/Wasser-WP (sonstige)

40 EUR / kW

1.300 EUR

Gas-Wärmepumpen

100 EUR / kW

4.500 EUR

 

Zudem können Sie über den nachfolgenden Link das Online-Tool des Bundesverband Wärmepumpe (BWP) zur individuellen Abfrage einer möglichen Förderung nutzen:

https://www.waermepumpe.de/foerderrechner/

Voraussetzungen für die Förderung von Wärmepumpen mit (nach dem 1. April 2015) neu errichteten Erdwärmesonden:

1a.        Das W120-2 Zertifikat oder ein nachweislich beantragtes Zertifikat des beauftragten  Bohrunternehmens ist Pflicht. Bis spätestens zum 31.12.2015 muss das Zertifikat dann  vorliegen und die Auszahlung der Förderung erfolgt erst nach Vorlage des Zertifikats.

1b.       Eine verschuldensunabhängige Versicherung muss abgeschlossen werden für neu erstellte Bohrungen.  Voraussetzung für die Nutzung der hörtkorn.geothermic ist die Beauftragung eines Bohrunternehmens mit W120-2 Zertifikat (oder beantragt) und einer Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mind. 5 Mio. Euro. 

 2.       Antragsfrist: Den Antrag für die Innovationsförderung müssen Sie vor Vorhabenbeginn stellen, das heißt vor Abschluss eines Lieferungs- und / oder Leistungsvertrages. Für erdgekoppelte Wärmepumpen gilt der Zeitpunkt der Beauftragung/Bestellung der Wärmepumpe als Kriterium  und nicht der Termin der Beauftragung bzw. Durchführung der Bohrung der Erdwärmesonde. Hintergrund: die Wärmequelle wird in der Regel in der Rohbauphase oder sogar davor errichtet, so dass die Wärmepumpe möglicherweise erst Monate später eingebaut bzw. beauftragt  wird.

3.       Wird ein Fertighaus o.ä. beauftragt und ist eine Wärmepumpe Bestandteil des Auftrags, so gilt die Wärmepumpe noch nicht als beauftragt, solange lediglich der Hersteller und ggf. die Baureihe der Wärmepumpe in dem Auftrag genannt werden. Erst wenn in einem Liefervertrag ein konkretes Modell bezeichnet wird, gilt dies als Abschluss eines Liefer- Leistungsvertrags im Sinne von Punkt 2.     

4.       Wärmepumpen  können auch gefördert werden,  wenn die Sonden bereits vor dem 1.April installiert wurden. Falls die erforderlichen Qualitätskriterien (W120-2, verschuldensunabhängige Versicherung, siehe Punkt 1) zum Zeitpunkt der Bohrung nicht erfüllt wurden (da noch nicht bekannt), beträgt die Höhe der Mindestförderung nur 4.000,00 Euro.   

5.       Trinkwasserspeicher (neu errichtet) werden bei dem Bonus für das Lastmanagement bei dem zu erbringenden Speichervolumen von  30l/kW berücksichtigt

Zusätzlich zur Basisförderung können noch Boni und Zuschüsse für Optimierungsmaßnahmen beantragt werden. Bei besonders effizienten Wärmepumpen ist ein zusätzlicher Zuschuss über die Innovationsförderung möglich.

Im Neubau gibt es dieselben Fördersätze, hier gelten allerdings die Anforderungen der Innovationsförderung.

Die Bundesregierung verbessert MAP-Förderung

NEU AB 01.01.2016: 20 Prozent Zuschlag für Tausch alter Kessel gegen Wärmepumpe!

Ab 2016 gibt es weitere Verbesserungen beim MAP: Unter bestimmten Voraussetzungen können Antragsteller beim Heizungstausch einen Zuschlag von 20 Prozent auf den regulären Fördersatz bekommen.

Die Verbesserungen sind Teil des Heizungspakets des Anreizprogramms Energieeffizienz, mit dem die Bundesregierung zusätzliche CO2-Einsparungen im Wärmemarkt erreichen will, um die Klimaziele 2020 zu erreichen. Die Maßnahme ist auch als Ersatz für die im Frühjahr gescheiterte steuerliche Abschreibung gedacht. Der neue Zuschuss wird gewährt, wenn eine besonders ineffiziente Heizung gegen eine Wärmepumpe eingetauscht und das Heizungssystem darüber hinaus optimiert wird.

BAFA-Förderung Fördervoraussetzungen

Die alte Heizung  muss auf Basis von Öl oder Gas betrieben worden sein und darf keine Brennwert- oder Brennstoffzellentechnik nutzen. Auch darf der Kessel nicht der Austauschpflicht nach §10 EnEV unterliegen.

Die neue Wärmepumpe muss den geltenden Anforderungen der MAP-Richtlinie vom 01.04.2015 genügen. Das BAFA hat eine aktualisierte Fassung des Merkblatts „Wärmepumpe mit Erdwärmesondenbohrungen“ mit Stand vom 22.09.2016 veröffentlicht. Es gibt also keine neuen technischen Anforderungen an die Wärmepumpen-Anlage selbst.

Für die Gewährung des Zuschlags müssen weiterhin durchgeführt werden:

  • Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes (z.B. nach DIN EN 15378)
  • Durchführung des hydraulischen Abgleichs
  • Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Effizienzverbesserung des Heizungssystems (z.B. Anpassung der Heizkurve, Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, Einsatz von Einzelraumreglern)

Förderhöhe und Beantragung

Werden die o.g. Voraussetzungen erfüllt, gibt es einen Zuschlag von 20% auf den gewährten MAP-Zuschuss (Basis- bzw. Innovationsförderung inkl. Boni) zuzüglich eines pauschalen Zuschusses für die Optimierungsmaßnahmen in Höhe von 600 EUR. Eine Förderung für Optimierungsmaßnahmen bei Errichtung der Anlage kann in diesem Fall nicht mehr in Anspruch genommen werden!

Die Zusatzförderung soll direkt im MAP-Antragsformular beantragt werden können. Ein separates Formular wird es nicht geben. Das BAFA ist derzeit noch mit der Aktualisierung der Unterlagen beschäftigt und wird diese in Kürze online stellen. Auch die automatische Formularvervollständigung im JAZ-Rechner wird schnellstmöglich aktualisiert.

 


 

 

Weitere Infos zum Thema Fördermöglichkeiten

www.kfw.de (Merkblatt Erneuerbare Energien | PDF)
www.bafa.de
www.waermepumpe.de